Gründung:Im November 2001 organisierten sechs Mitglieder der liberalen Gemeinden Hannover und Köln ein Treffen für junge, jüdische Erwachsene zwischen 18 und 35 Jahren in den Räumen der Liberalen Jüdischen Gemeinde Hannover. Das erste Treffen Auslöser für diese private Initiative war die Tatsache, dass gerade in den liberalen Gemeinden große Unzufriedenheit mit dem Angebot für junge Jüdinnen und Juden in Deutschland herrschte. Nicht nur, dass Mitglieder der Unionsgemeinden teilweise gar nicht bei den Veranstaltungen der etablierten Vereinigungen, wie dem Bundesverband Jüdischer Studenten (BJSD) und der Zentralwohlfahrststelle der Juden in Deutschland (ZWSt), teilnehmen durften, viele wollten dies auch gar nicht, weil es ihren Interessen und Bedürfnissen nicht entsprach.
Ziele:Im Dezember 2002 wurde in München die Vereinsgründung beschlossen, um handlungsfähiger zu sein. Jung und Jüdisch Deutschland e.V. hat seinen Sitz in Hannover und ist dort im Vereinsregister eingetragen. Jung und Jüdisch Deutschland e.V. organisiert seit der Gründung jährlich zwei bundesweite Treffen und wird dies nach dem bewährten Muster auch fortsetzen. Dadurch soll unter anderem in den verschiedenen Städten die Gründung lokaler Ableger nach dem Vorbild von Jung und Jüdisch Berlin, Hannover, und München angeregt werden. Einwanderer aus den ehemaligen SU-Staaten sind in unserer Mitte genauso willkommen wie Alteingesessene. Wir wollen gemeinsam eine neue jüdische Heimat in Deutschland aufbauen und den Traditionen, Erfahrungen und dem Wissen von allen Platz zur Entfaltung bieten. Was die inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Judentum angeht, so enthält die Satzung von Jung und Jüdisch Deutschland folgenden Paragraphen: § 3: Prinzipien Der Verein folgt folgenden Prinzipien: - Frauen und Männer sind religiös gleichberechtigt;
- Das Judentum ist pluralistisch, alle religiösen Strömungen sind gleichberechtigt zu behandeln;
- Die Gleichstellung von matriliniearen und patrilinearen Juden soll erreicht werden. Tritt dieser Fall ein, so muss dem zur Frage der Vereinsmitgliedschaft durch eine Satzungsänderung Rechnung getragen werden.
Wir wollen dabei helfen, pluralistisches Judentum wieder fest in Deutschland zu verankern. Jung und Jüdisch Deutschland soll dazu aktiv und vor allem dauerhaft beitragen. Wir hoffen unsere Ziele zukünftig auch durch eine fortgesetzte Kooperation mit der weltweiten progressiven jüdischen Jugendorganisation TaMaR zu erreichen! Da wir uns selbst als notwendige Ergänzung des deutsch-jüdischen Spektrums sehen, wünschen wir uns auch eine fortgesetzte Zusammenarbeit mit dem Bundesverband Jüdischer Studenten in Deutschland. |